Dienstag, 7. Februar 2012
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Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Hunden und Katzen
(hier bezogen auf den Stoffwechsel)




Beide sind Beutetierjäger (auch wenn die meisten nicht dazu kommen), haben daher auch ähnliche Kauwerkzeuge, z. B. solche, die nicht zum Zermahlen von Getreide, sondern eher zum Verzehren von Fleisch und zum Zermalmen von Knochen geeignet sind, beide haben auch einen wesentlichen kürzeren Verdauungstrakt als der Mensch, und der ist sowohl bei Katzen als auch bei Hunden mit ähnlichen Enzymen (nämlich zum Aufspalten von Proteinen) ausgestattet und enthält - wenn er nicht krank ist - genügend Stoffe (z. B. Säure), die dafür sorgen, dass Parasiten bei (artgerechter) Rohernährung kaum eine Chance haben.
 
Während z. B. Katzen fast zu 100% Karnivoren sind, können gesunde Hunde in Maßen auch andere Lebensmittel  wie Gemüse, Obst, Kräuter und Getreide gut verstoffwechseln.
 
Noch mehr Unterschiede im Stoffwechsel: Gesunde Hunde wie Menschen können Taurin selbst bilden; Katzen können dies nicht und benötigen dazu die entsprechenden tierischen Quellen, da Taurin in pflanzlichen Quellen so gut wie gar nicht vorkommt. Hauptquellen für Taurin sind Hirn, Galle, Drüsen, Herz und in geringeren Mengen Muskelfleisch. Dasselbe gilt für Arginin, das ebenfalls von Katzen nicht synthetisiert werden kann.
 
Die Arachidonsäure, eine Fettsäure, brauchen Hunde nicht zugeführt zu bekommen, da sie diese aus Linolsäure selbst bilden können. Katzen können dies nicht und sind daher auf eine Zufuhr in der Nahrung angewiesen. Die Hauptquelle sind tierische Fette wie Schweine-, Gänse-, und andere Geflügelfette.

Hunde können Betakarotin (pflanzliches Vit. A) umwandeln in Vitamin A. Katzen haben diese Fähigkeit nicht und sind auf die Zufuhr von tierischem Vitamin A angewiesen. Hauptquelle: Leber, Eigelb.

 

Hunde können Niacin (Vitamin B) zum Teil selbst bilden, Katzen nicht. Und nicht zuletzt: Hunde können wesentlich besser fasten, bei Katzen sollte man Fasten über mehr als 24 Stunden vermeiden, da sonst eine hepatische Lipidose (Lebererkrankung) droht.

Der doch recht verschiedene Stoffwechsel von Hunden und Katzen führt auch zu unterschiedlichen Krankheitsbildern. So ist bei Hunden die Unterfunktion der Schilddrüse eine in letzter Zeit vermehrt auftretende Erkrankung, während die Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze seit einigen Jahrzehnten gehäuft auftritt und die Unterfunktion äußerst selten ist.
 
Auch tritt Diabetes bei Hunden weniger häufig auf als bei Katzen (da gibt es leider auch eine stetig steigende Tendenz), und an Cushing (der Überfunktion der Nebennierenrinde) erkranken ebenfalls in den letzten Jahren immer mehr Hunde, während es bei Katzen doch im Vergleich viel seltener diagnostiziert wird.

Bei den Krankheiten des Harntrakts unterscheiden sich die beiden Arten ebenfalls. Da ja bekanntlich Katzen weniger trinken, ist bei ihnen die Gefahr von Grieß- und Steinbildung viel größer als bei Hunden, vor allem bei der Ernährung mit Trockenfutter.

Hingegen sind IBD (entzündliche Magen-Darm-Erkrankung), parasitäre Hautkrankheiten, Allergien, Herzmuskelerkrankungen, auch Krankheiten des Bewegungsapparats bei beiden Arten relativ ähnlich weit verbreitet, um nur einige wenige zu nennen (vgl. auch hier).


 

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