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Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Problem des industriellen Futters sind die Zutaten, aus denen es bereitet wird und die Zusatzstoffe, mit denen es gut riechend, gut schmeckend, gut aussehend und haltbar gemacht wird, nicht zu vergessen die künstliche Vitaminierung, ohne die ein komplett tot gekochtes und denaturiertes Futter nicht auskommen kann.
Welche Auswirkungen das alles hat, welche Zutaten verarbeitet werden und wie sie haltbar gemacht werden, würde jedem, der für seine Tiere nur das Beste will, den Magen herumdrehen. Die Tierärztin Jutta Ziegler beschreibt diese Vorgänge recht genau in ihrem kürzlich erschienen Buch "Hunde würden länger leben, wenn....", ebenso Hans-Ulrich Grimm in seinem 2007 erschienen "Schwarzbuch Tierfutter - Katzen würden Mäuse kaufen" .
Aus der Frage, was auf jeden Fall nicht das ideale Hundefutter sein kann, erwächst konsequenterweise die Frage: Was ist denn nun das ideale Futter für Hunde?

Es ergibt sich aus dem oben Dargelegten, dass das Futter überwiegend Fleisch und in nur ganz geringem Maße Kohlehydrate enthalten sollte. Dabei versucht man die Bestandteile eines gedachten Beutetiers (Kaninchen, Huhn, etc.) nachzuahmen und kommt zu der logischen Schlussfolgerung, dass das Hundefutter nicht nur aus reinem Muskelfleisch, sondern auch aus Haut, Fett, Knochen, Innereien und einem geringem Anteil von Ballaststoffen (Gemüse, Kräuter und Obst - jeweils in pürierter Form) bestehen sollte.
Mittlerweile gibt es eine kleine Anzahl von Herstellern, die sich um gesünderes Tierfutter bemühen, das die oben beschriebene Zusammensetzung beachtet und das schonend hergestellt wird.
Aus meiner Sicht ist jedoch selbst zubereitetes Futter eindeutig die bessere Wahl, und Rohes (BARF) ist Gegartem auf jeden Fall vorzuziehen; es sei denn, der Hund leide an einer Erkrankung des Verdauungstrakts und benötigt sog. "Schonkost".
Selbst gemachtes Futter braucht keinerlei Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe, da es aus frischen Zutaten zusammengestellt wird. Außer Schweinefleisch können alle Fleischsorten bedenkenlos verfüttert werden. Dabei können kleine Mengen von püriertem rohen Gemüse und Obst mit wenig Pflanzenöl hinzugegeben werden, während auf Getreide weitestgehend verzichtet werden sollte. Unsere Hunde danken es uns, indem sie sich mit großem Appetit auf ihr Futter stürzen und ihre Schüsseln blank geputzt zurücklassen.
Es gibt hierzu mittlerweile einige Veröffentlichungen, von denen ich besonders "Natural Dogfood" von Susanne Reinerth erwähnen möchte, die mit ihrem Buch eine sehr brauchbare Futteranleitung mit Nachschlagcharakter geschrieben hat.
Literatur:
* Ian Billinghurst (1993): Give your Dog a Bone: The Practical Commonsense Way to Feed Dogs for a Healthy Life
* Susanne Reinerth (2005): Natural Dog Food (deutsch)
* Vera Biber (2007):Futterprobleme bei Hunden
* Hans-Ulrich Grimm (2007): Schwarzbuch Tierfutter - Katzen würden Mäuse kaufen
* Jutta Ziegler (2011): Hunde würden länger leben, wenn...
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